Being Günter Grass: Appropriations of the Tin Drum Author in the British Media

Research output: Chapter in Book or Conference Publication/ProceedingChapterpeer-review

Abstract

Dieses Kapitel beschäftigt sich weniger mit der Rezeption des Blechtrommel-Textes als mit der seines Autors. Günter Grass wurde sowohl in englisch- als auch in deutschsprachigen Medien immer wieder als exzentrischer Blechtrommler dargestellt, und dies mehr als 50 Jahre nach dem Erscheinen seines berühmten Romans. Ausgangspunkt sind die unterschiedlichen, erheblich zeitversetzten Rezeptionskontexte der ,Welt­autor­schaftâ, die hier als bewusst performatives Erlebnis innerhalb der von Goethe definierten ,Weltliteraturâ verstanden und mit Blick auf den amerikanischen und britischen Kontext der Grass-Rezeption erläutert wird. Insbesondere wird auf die britische Rezeption der letzten 25 Jahre seiner Karriere eingegangen, zunächst mit Blick auf die ersten Aneignungs- und Vermittlungsversuche der jüngeren britischen Autoren und Akademiker, die den ,Blechtrommler-Autorâ in den 90er Jahren einem breiteren Publi­kum vorstellten, und dann mit Blick auf die Kontroverse über das ,Israel-Gedichtâ (2012). Dabei wird deutlich, dass sich Grass und die zunächst vorwiegend desinteressierte britische Medienlandschaft einander allmählich näher kommen, wenn auch über den Umweg der Metapher der Exzentrizität. Am Ende seines Lebens existiert ein überraschender Grad an Verständnis nicht nur für Grass, sondern auch für den ,public intellectualâ (öffentlichen Intellektuellen) schlechthin.âDieses Kapitel beschäftigt sich weniger mit der Rezeption des Blechtrommel-Textes als mit der seines Autors. Günter Grass wurde sowohl in englisch- als auch in deutschsprachigen Medien immer wieder als exzentrischer Blechtrommler dargestellt, und dies mehr als 50 Jahre nach dem Erscheinen seines berühmten Romans. Ausgangspunkt sind die unterschiedlichen, erheblich zeitversetzten Rezeptionskontexte der ,Welt­autor­schaftâ, die hier als bewusst performatives Erlebnis innerhalb der von Goethe definierten ,Weltliteraturâ verstanden und mit Blick auf den amerikanischen und britischen Kontext der Grass-Rezeption erläutert wird. Insbesondere wird auf die britische Rezeption der letzten 25 Jahre seiner Karriere eingegangen, zunächst mit Blick auf die ersten Aneignungs- und Vermittlungsversuche der jüngeren britischen Autoren und Akademiker, die den ,Blechtrommler-Autorâ in den 90er Jahren einem breiteren Publi­kum vorstellten, und dann mit Blick auf die Kontroverse über das ,Israel-Gedichtâ (2012). Dabei wird deutlich, dass sich Grass und die zunächst vorwiegend desinteressierte britische Medienlandschaft einander allmählich näher kommen, wenn auch über den Umweg der Metapher der Exzentrizität. Am Ende seines Lebens existiert ein überraschender Grad an Verständnis nicht nur für Grass, sondern auch für den ,public intellectualâ (öffentlichen Intellektuellen) schlechthin.â
Original languageEnglish
Title of host publicationRadboud Studies in Humanities
PublisherBrill Academic Publishers
Pages97-119
Number of pages23
DOIs
Publication statusPublished - 2016

Publication series

NameRadboud Studies in Humanities
Volume6
ISSN (Print)2213-9729

Fingerprint

Dive into the research topics of 'Being Günter Grass: Appropriations of the Tin Drum Author in the British Media'. Together they form a unique fingerprint.

Cite this