TY - CHAP
T1 - Being Günter Grass
T2 - Appropriations of the Tin Drum Author in the British Media
AU - Braun, Rebecca
N1 - Joosten, Jos; Parry, Christoph
PY - 2016
Y1 - 2016
N2 - Dieses Kapitel beschäftigt sich weniger mit der Rezeption des Blechtrommel-Textes als mit der seines Autors. Günter Grass wurde sowohl in englisch- als auch in deutschsprachigen Medien immer wieder als exzentrischer Blechtrommler dargestellt, und dies mehr als 50 Jahre nach dem Erscheinen seines berühmten Romans. Ausgangspunkt sind die unterschiedlichen, erheblich zeitversetzten Rezeptionskontexte der ,WeltÂautorÂschaftâ, die hier als bewusst performatives Erlebnis innerhalb der von Goethe definierten ,Weltliteraturâ verstanden und mit Blick auf den amerikanischen und britischen Kontext der Grass-Rezeption erläutert wird. Insbesondere wird auf die britische Rezeption der letzten 25 Jahre seiner Karriere eingegangen, zunächst mit Blick auf die ersten Aneignungs- und Vermittlungsversuche der jüngeren britischen Autoren und Akademiker, die den ,Blechtrommler-Autorâ in den 90er Jahren einem breiteren PubliÂkum vorstellten, und dann mit Blick auf die Kontroverse über das ,Israel-Gedichtâ (2012). Dabei wird deutlich, dass sich Grass und die zunächst vorwiegend desinteressierte britische Medienlandschaft einander allmählich näher kommen, wenn auch über den Umweg der Metapher der Exzentrizität. Am Ende seines Lebens existiert ein überraschender Grad an Verständnis nicht nur für Grass, sondern auch für den ,public intellectualâ (öffentlichen Intellektuellen) schlechthin.âDieses Kapitel beschäftigt sich weniger mit der Rezeption des Blechtrommel-Textes als mit der seines Autors. Günter Grass wurde sowohl in englisch- als auch in deutschsprachigen Medien immer wieder als exzentrischer Blechtrommler dargestellt, und dies mehr als 50 Jahre nach dem Erscheinen seines berühmten Romans. Ausgangspunkt sind die unterschiedlichen, erheblich zeitversetzten Rezeptionskontexte der ,WeltÂautorÂschaftâ, die hier als bewusst performatives Erlebnis innerhalb der von Goethe definierten ,Weltliteraturâ verstanden und mit Blick auf den amerikanischen und britischen Kontext der Grass-Rezeption erläutert wird. Insbesondere wird auf die britische Rezeption der letzten 25 Jahre seiner Karriere eingegangen, zunächst mit Blick auf die ersten Aneignungs- und Vermittlungsversuche der jüngeren britischen Autoren und Akademiker, die den ,Blechtrommler-Autorâ in den 90er Jahren einem breiteren PubliÂkum vorstellten, und dann mit Blick auf die Kontroverse über das ,Israel-Gedichtâ (2012). Dabei wird deutlich, dass sich Grass und die zunächst vorwiegend desinteressierte britische Medienlandschaft einander allmählich näher kommen, wenn auch über den Umweg der Metapher der Exzentrizität. Am Ende seines Lebens existiert ein überraschender Grad an Verständnis nicht nur für Grass, sondern auch für den ,public intellectualâ (öffentlichen Intellektuellen) schlechthin.â
AB - Dieses Kapitel beschäftigt sich weniger mit der Rezeption des Blechtrommel-Textes als mit der seines Autors. Günter Grass wurde sowohl in englisch- als auch in deutschsprachigen Medien immer wieder als exzentrischer Blechtrommler dargestellt, und dies mehr als 50 Jahre nach dem Erscheinen seines berühmten Romans. Ausgangspunkt sind die unterschiedlichen, erheblich zeitversetzten Rezeptionskontexte der ,WeltÂautorÂschaftâ, die hier als bewusst performatives Erlebnis innerhalb der von Goethe definierten ,Weltliteraturâ verstanden und mit Blick auf den amerikanischen und britischen Kontext der Grass-Rezeption erläutert wird. Insbesondere wird auf die britische Rezeption der letzten 25 Jahre seiner Karriere eingegangen, zunächst mit Blick auf die ersten Aneignungs- und Vermittlungsversuche der jüngeren britischen Autoren und Akademiker, die den ,Blechtrommler-Autorâ in den 90er Jahren einem breiteren PubliÂkum vorstellten, und dann mit Blick auf die Kontroverse über das ,Israel-Gedichtâ (2012). Dabei wird deutlich, dass sich Grass und die zunächst vorwiegend desinteressierte britische Medienlandschaft einander allmählich näher kommen, wenn auch über den Umweg der Metapher der Exzentrizität. Am Ende seines Lebens existiert ein überraschender Grad an Verständnis nicht nur für Grass, sondern auch für den ,public intellectualâ (öffentlichen Intellektuellen) schlechthin.âDieses Kapitel beschäftigt sich weniger mit der Rezeption des Blechtrommel-Textes als mit der seines Autors. Günter Grass wurde sowohl in englisch- als auch in deutschsprachigen Medien immer wieder als exzentrischer Blechtrommler dargestellt, und dies mehr als 50 Jahre nach dem Erscheinen seines berühmten Romans. Ausgangspunkt sind die unterschiedlichen, erheblich zeitversetzten Rezeptionskontexte der ,WeltÂautorÂschaftâ, die hier als bewusst performatives Erlebnis innerhalb der von Goethe definierten ,Weltliteraturâ verstanden und mit Blick auf den amerikanischen und britischen Kontext der Grass-Rezeption erläutert wird. Insbesondere wird auf die britische Rezeption der letzten 25 Jahre seiner Karriere eingegangen, zunächst mit Blick auf die ersten Aneignungs- und Vermittlungsversuche der jüngeren britischen Autoren und Akademiker, die den ,Blechtrommler-Autorâ in den 90er Jahren einem breiteren PubliÂkum vorstellten, und dann mit Blick auf die Kontroverse über das ,Israel-Gedichtâ (2012). Dabei wird deutlich, dass sich Grass und die zunächst vorwiegend desinteressierte britische Medienlandschaft einander allmählich näher kommen, wenn auch über den Umweg der Metapher der Exzentrizität. Am Ende seines Lebens existiert ein überraschender Grad an Verständnis nicht nur für Grass, sondern auch für den ,public intellectualâ (öffentlichen Intellektuellen) schlechthin.â
UR - https://www.scopus.com/pages/publications/85180816035
U2 - 10.1163/9789004291898_007
DO - 10.1163/9789004291898_007
M3 - Chapter
T3 - Radboud Studies in Humanities
SP - 97
EP - 119
BT - Radboud Studies in Humanities
PB - Brill Academic Publishers
ER -